Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet.
Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet.
Schön, dass Sie vorbeischauen. Ich bin Wilfried Günther und möchte Ihnen hier eine meiner großen Leidenschaften vorstellen: die Malerei. Als Autodidakt male ich seit bestimmt 50 Jahren Bilder und habe über die Jahre schon die verschiedensten Stilrichtungen ausprobiert.
Meine momentane Liebe gehört der Mischtechnik. Das Zusammenspiel von Formen und Farben, von Materialien und Strukturen hat mich gefangen. In vielen Werken arbeite ich Fragmente aus alten Büchern oder auch schon einmal eine Restaurantrechnung mit ein. So entstehen Collagen, die jede für sich eine eigene, zum Teil sehr persönliche Geschichte erzählen.
Im "richtigen" Leben bin ich Steuerberater und führe seit über 35 Jahren meine eigene Kanzlei. Als Ausgleich zu all den Zahlen sind mir – neben der Malerei – vor allem die Literatur und die Musik wichtig. Auf meine private Bibliothek mit 3.500 Werken, die zum Teil bis in das 15. Jahrhundert zurückgehen, bin ich ein wenig stolz. Die Arbeit an und mit der Literatur erfreut und erfüllt mich ebenso wie die theoretische Arbeit mit klassischer Musik, speziell mit Opern.
Statt noch mehr Worte zu vierlieren, lasse ich lieber den Philosophen Arthur Schopenhauer nochmals sprechen, dessen Werke ich sehr schätze:
Dilettanten, Dilettanten! – so werden die, welche die eine Wissenschaft oder Kunst aus Liebe zu ihr und Freude an ihr, per il loro deletto [1] treiben, mit Geringschätzung genannt von denen, die sich des Gewinnes halber darauf gelegt haben, weil sie nur das Geld delektiert [2], das damit zu verdienen ist. Diese Geringschätzung beruht auf ihrer niederträchtigen Überzeugung, daß keiner eine Sache ernstlich angreifen werde, wenn ihn nicht Not, Hunger oder sonst welche Gier dazu anspornt. Das Publikum ist desselben Geistes und daher derselben Meinung. Hieraus entspringt sein durchgängiger Respekt vor den "Leuten vom Fach" und sein Mißtrauen gegen Dilettanten. In Wahrheit hingegen ist dem Dilettanten die Sache Zweck, dem Manne vom Fach, als solchem, bloß Mittel. Nur der aber wird eine Sache mit ganzem Ernst treiben, dem unmittelbar an ihr gelegen ist und der sich aus Liebe zu ihr damit beschäftigt, sie con amore [3] treibt. Von solchen, und nicht von den Lohndienern, ist stets das Größte ausgegangen.
[1] zu ihrem Vergnügen. [2] erfreut. [3] mit Liebe. Quelle: Schopenhauer Brevier, herausgegeben von Raymund Schmidt, Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung Wiesbaden.
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